Biodiversity Projects

Pflanzung von Feldhecken mit heimischen Gehölzen

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Feldhecken aus heimischen Blütensträuchern und einzelnen Bäumen

Hecken sind vielerorts ein unterschätzter und verschwundener Teil unserer Kultur-Landschaft. Hecken sind lebendige Organismen, die jahrhundertelang in die Struktur des ländlichen Lebens eingewoben waren, ein wichtiger Aspekt der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.
Durch den Verlust der traditionellen Bewirtschaftungstechniken durch Modernisierung und die Zusammenlegung (Flurbereinigung, franz. remembrement) kleiner Parzellen zu grossen Agrarflächenverloren wurden Hecken in vielen Ländern dramatisch reduziert.
Seit 1950 wurden in Frankreich geschätzt 70% der Hecken gerodet, was einem Verlust von 1,4 Millionen Kilometern entspricht. Ein Kahlschlag der nicht nur die Biodiversität extrem beeinträchtigt, sondern auch den Boden-und Wasserhaushalt negativ beeinflußt.

Doch sorgsam unterhaltene Feldhecken sind unverzichtbare Elemente der Agrarlandschaft. Sie schützen die Böden und fördern das Wachstum der Nutzpflanzen, tragen zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz bei. 
Doch nach wie vor sind Hecken in der industriell geprägten Landwirtschaft nur ein Störfaktor, deren Wert nicht erkannt wird. 

 

Rücksichtslose Rodung: Feldhecken sind weiterhin bedroht und die Heckenzerstörung geht weiter

Zwischen 2006 und 2014 lage der jährliche Rückgang an Hecken in Frankreich bei ca. 10.000 km pro Jahr, zwischen 2017 und 2021 hat sich dieser Verlust mehr als verdoppelt auf gut 23.000 km pro Jahr.
Aktuell verliert Frankreich ca. 20.000 km Hecken jährlich!
Davon 5.000 km durch aktive Rodung, der Rest durch Vernachlässigung oder Verfall durch Überalterung.


Die oben genannten Zahlen verdeutlichen, daß Heckenverluste in Frankreich nicht nur historisch gewalting waren, sondern diese Verluste auf einem viel zu hohen Niveau anhalten. Mit den Hecken verschwinden unersetzbare Biotope, die Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten, Säugetiere, Amphibien und Reptilien sind.

Heckenlandschaften sind bzw. waren in vielen Ländern jahrhundertelang ein Teil der Kulturlandschaft. Es gibt je nach Region, Standort, Böden und Bewirtschaftung unterschiedliche Typen von Hecken.
Früher hatten Hecken vielfältige Funktionen, man nutzte sie als Quelle von Brennholz, Tierfutter, Nahrungsmitteln (Tee, Beeren, Kräuter). Dafür wurden sie regelmässig gestutzt und so verjüngt. 

 

Hecken sind unersetzlich für die Biodiversität und die Vernetzung mit anderen Lebensräumen

Allen Hecken ist gemein, daß sie reich strukturierte Lebensadern sind, die unbedingt erhalten und neu angelegt werden müssen. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt, als vernetzendes Landschaftselement und zum Schutz von Boden und Klima.
Lineare Hecken dienen Tieren und Pflanzen als vernetzende Korridere, entlang der sie ungestört wandern können oder von denen aus sie einen bestimmten Radius als Lebensraum nutzen.

Für die Landwirtschaft bieten Hecken zahlreiche positive Effekte, die nicht nur für die Landwirte, sondern auch für die gesamte Ökologie von großer Bedeutung sind.

 

Ein weiterer bedeutender Aspekt von Feldhecken: ihr Part in der biologischen Schädlingsregulation

Als Lebensraum für unzählige Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen, die sich von Schadinstekten ernähren, wird der Befall von Nutzpflanzen mit tierischen Schädlingen durch Hecken auf schonende, natürliche Weise verringert.
Außerdem sind Hecken Lebensraum für zahlreiche Vogelarten die ebenfalls Schädlinge vertilgen und so zu einem biologischen Gleichgewicht beitragen.

 


Hecken schützen landwirtschaftliche Böden vor Erosion

Eine der wichtigsten positiven Effekte von Feldhecken ist der Schutz vor Bodenerosion. Sind die Hecken bis unten dicht und idealerweise mehrreihig, wird in ihrem Windschatten der Abtrag der wertvollen Bodenkrume durch Wind und Wasser verhindert. Gleichzeitig bieten solche Hecken einen effektiven Windschutz, der die Felder und Kulturen vor starken Winden schützt und somit damit die Bodenstabilität positiv beeinflusst. Zudem tragen sie zur Bildung von Humus bei, der die Bodenqualität langfristig verbessert.


Hecken verbessern das Kleinklima und die Bodengesundheit und mindern die Verdunstung 

Das Mikroklima in der Umgebung von Hecken wird durch diese durchweg positiv beeinflusst. So fördern Feldhecken die Taubildung, verringern die Verdunstung und stabilisieren damit die Bodenfeuchtigkeit. Dadurch mildern sie extreme Temperaturschwankungen im Boden und in der bodennahen Luft, heisst sie "nivellieren" das Kleinklima, was wiederum, das Wachstum der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen begünstigt.

Durch den Schutz vor Erosion und die Förderung der Bodenfeuchtigkeit, sprich gesamthaft verbesserte Wachstumsbedingungen steigern Feldhecken landwirtschaftliche Erträge. Neben den direkten Vorteilen für die Landwirtschaft filtern Feldhecken Staub und Partikel aus der Luft und schützen angrenzende Gewässer und empfindliche Kulturen vor dem Eintrag von Nähr- und Schadstoffen. 


Hecken als effektives Instrument für den Klimaschutz

Neueste Studien belegen, dass Hecken, wenn sie regelmässig geschnitten (auf den Stock gesetzt) und damit zu neuem Austrieb angeregt werden, sehr effizient in der CO2-Bindung sind, also aktiv zum Klimaschutz beitragen. Gerade in der Landwirtschaft sollten und müssen wieder viel mehr lineare Feldhecken aus heimischen Bäumen und Sträuchern entstehen, da v.a. die intensive und industrielle Landwirtschaft mit Viehaltung erheblich am Ausstoss von Methangas beteiligt ist, das nach Kohlendioxid das zweitwichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas ist.

 

Heimische Sträucher 6 Bäume sind wichtige Nahrungsgrundlage für Wildvögel

Lt. unterschiedlicher Quellen sind für Hecken typische Strauch-und Baumarten wertvolle Nahrungsgrundlage:

Pflanze: Vogelarten / Wirbellose

Kreuzdorn:  19 Vogelarten
Schlehe: 20 / 137 
Gemeiner Schneeball:  22 Vogelarten
Pfaffenhütchen:  24 Vogelarten
Roter Hartriegel:  24 Vogelarten
Wildrosenarten:  27 / 103 
Brombeere: 32 / 85 
Weißdorn: 32 / 163 
Faulbaum: 36 Vogelarten
Himbeere: 39 Vogelarten
Traubenholunder: 47 Vogelarten
Vogelkirsche: 48 Vogelarten
Schwarzer Holunder: 62 Vogelarten
Eberesche: 63 / 72  

 

Wenn wir neue Hecken pflanzen werden wir zu Architekten einer Landschaft für die Zukunft

Sollen unsere Hecken vor allem dem Bodenschutz, dem Wildtierschutz (Schutz, Schatten, Äsung, Biosicherheit), den Bestäubern, der Wasserqualität, dem Windschutz, der Luftreinheit, der Holznutzung oder der Tierwelt dienen?
Fakt ist: Hecken können all dies leisten. Wie ein Schweizer Armeemesser sind Hecken ein Multitool für die gesamthafte Biodiversität!

Wenn wir bei der Planung der Heckenpflanzung eine klare Priorität im Auge haben, hilft uns das bei der Wahl des Standorts, der Artenmischung und der Pflege der neuen Hecke. Mit Blick auf die Tierwelt wird eine gute Mischung aus Strauch- und Baumarten die bestehenden Lebensräume miteinander verbinden, Lücken füllen und die Landschaft abwechslungsreicher gestalten.


Es ist unmöglich, eine Hecke zu pflanzen oder zu erhalten (sachgemäße Pflege), die nicht in irgendeiner Form einen Lebensraum schafft. 
Darum lasst uns heute die Hecken für morgen pflanzen!

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naturesolidaire
Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut

Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878

 

Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur

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Jasmin Horrelt
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