In vielen wissenschaftlichen Studien wird der weltweite dramatische Rückgang an Insekten belegt. Berechnungen ergeben einen Rückgang der Biomasse von Fluginsekten in drei Jahrzehnten um ca. 75 %. Am härtesten trifft es u.a. die Schwebfliegen - ihre Menge ist in den letzten 50 Jahren um 97 % geschrumpft. Es sind alarmierende Zahlen und doch ist das Thema Insektensterben in der Umweltpolitik nach wie vor ein Stiefkind.
Doch es ist davon auszugehen, dass sich das uns zu Verfügung stehende Nahrungsangebote ohne die fliegenden Bestäuber wie Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und Hummeln deutlich reduzieren wird. Höchste Zeit also, aktiv und effektiv den Insektenschutz in's Visier zu nehmen.
Ganz entscheidend trägt intensive und industriell dimensionierte Landwirtschaft zum Insektensterben bei. Hier muss ein Umdenken ansetzen und die leergefegte, baum-und strauchlose Agrar-Landschaft wieder vielfältiger und kleinstrukturierter werden. Es müssen Saumbiotope, Hecken, Brachstreifen, Einzelbäume und artenreiche Wiesen und Grünland angelegt bzw. dessen Vernichtung gestoppt werden.
Agrarförderung darf nicht mehr nach Fläche sondern nach Flächenqualität vergeben werden.
Dito gelten Insektenschutzmassnahmen für unsere Wälder, die grossteils Holzfabriken gleichen und artenarme Monokulturen sind, die schädlingsanfällig sind aber kaum mehr Biodiversität aufweisen.
Mein Beispieltprojekt Fuchswiese startete im Spätherbst 2020. In den Jahrzehnten zuvor wurde auf der ca. 2300 qm grossen Fläche mehrmals jährlich Gülle ausgebracht und 4-5 Mal gemäht. Blühpflanzen waren so gut wie nicht vorhanden.
Seit Übernahme magere ich die Fläche ab, das bedeutet, dass das Heu und Öhmd nach der insektenfreundlichen Mahd mit dem Balkenmäher entfernt wird, es erfolgt keinerlei Düngung.
Auf offenen Bodenflächen wurden standortgerechte Wildblumen eingesäht.
Bereits im ersten Jahr (2021) zeigte sich monatelang ein artenreicher Blütenflor. Um überwinternde Insektenlarven & -eier nicht zu schädigen, haben bleiben Altgrasstreifen über den Winter stehen, in regenarmen Jahren erfolgt nur eine Mahd im Juli oder August der spätere Aufwuchs bleibt über den Winter stehen.
Es bleibt spannend, welche Pflanzenarten sich dem Standort entsprechend langfristig behaupten werden.
Inzwischen konnte ich noch ca. 4000 qm Streuobstwiese nach dem gleichen Pflegeschema in Ranspach le Haut extensivieren und pflegen.
Graslandschaften bedecken weltweit mehr Fläche als jeder andere Lebensraum außerhalb der Polarregionen.
Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sichern den Wasserhaushalt und tragen erheblich zur Bodenbildung bei.
Über 90 % des Kohlenstoffs in Graslandschaften ist im Boden gespeichert – und damit oft stabiler als in Wäldern, da tiefwurzelnde Grasarten weniger anfällig für Dürre und Feuer sind.
Mehr als eine Milliarde Menschen, insbesondere nomadische Hirten und bäuerliche Gemeinschaften, sind auf Graslandschaften angewiesen – für Nahrung, Einkommen und den Erhalt ihrer kulturellen Identität.
Graslandschaften/ Grünland sind viel mehr als einfach nur Felder. Sie sind globale Kohlenstoffspeicher, regulieren den Wasserhaushalt, sind Biodiversitäts-Hotspots und überlebenswichtig für viele Menschen. Doch trotz all dieser Funktionen werden sie systematisch übersehen, schlecht geschützt und schnell zerstört.
Der WRI (World Resources Institute) Appell ist eindeutig:
Grünland mus endlich gleichberechtigt zu Wäldern behandelt werden – mit internationalem Schutz und Investitionen in nachhaltige Nutzung und Unterstützung derer, die davon leben und dieses Ökosystem nachhaltig nutzen.
Quelle: wri.org: Grasslands Are Some of Earth’s Most Underrated Ecosystems by By Lindsey Sloat, Mulubrhan Balehegn and Paige Johnson
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Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut
Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878
Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur
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