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Agroforst - intelligente Anpassung an den Klimawandel und zukunftsfähiges Modell einer nachhaltigen Landnutzung

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Agroforstwirtschaft gilt zunehmend als DAS zukunftsfähige Modell der nachhaltigen Landnutzung

Boden und besonders landwirtschaftlich genutzter Ackerboden ist neben sauberem Trinkwasser und sauberer Luft unser wertvollstes Gut und wird zunehmend knapper. Der Boden ist DER Produktionsstandort für Pflanzen, die uns direkt oder indirekt ernähren.

Seit Jahrzehnten findet weltweit grossflächiger Verlust an nutzbarem Boden statt. Die Ursachen sind vielfältig: Versiegelung (Bebauung, Verkehr), Verdichtung und Verschlechterung der Böden (Auslaugung, Überdüngung, Verlust der Bodenbiodiversität durch Verlust an Mikroorganismen, Bodenerosion, Versteppung).
Um für die Zukunft Ernährungssicherheit und Biodiversität des Bodenlebens zu gewährleisten, sind Massnahmen des Bodenschutzes dringlicher denn je. Hier sind Politik und Eigentümer gleichermassen gefordert.

Agroforstwirtschaft als Möglichkeit, wertvollen Boden langfristig zu erhalten und aufzuwerten 
In der Agroforstwirtschaft werden Felder, Wiesen oder Weiden mit Gehölzen bepflanzt und gleichzeitig regulär bewirtschaftet. Diese multifunktionale, klimapositive Landwirtschaft erhöht die Klimaresilienz, Artenvielfalt und Ernährungssicherung.
Gehölzpflanzungen liefern in Form von Bäumen Nahrung für Mensch (Obstgehölze) oder Vieh oder dienen in Forn von Baumreihen, Baumgruppen oder als Hecken zum Schutz vor Wind und Erosion sowie Austrocknung. Gleichzeitig bieten sie Weidetieren Wetterschutz und vielfältige Nahrung.
Es ist ein ineinanderübergreifendes System, eine Form der Bewirtschaftung die jahrhundertelang vor der Industralisierung der Landwirtschaft Bestand hatte und vielfältige Erzeugnisse lieferte.

Beispiel Brinckheim Südelsass: ein Landwirt wagt den Schritt zu Agroforstwirtschaft

Im südelsässischen Brinckheim wandelt ein Landwirt einen Teil seiner Flächen seit 2014 in Agroforstflächen um und hat gleichzeitig auf biologischen Anbau umgestellt.
Sein Vorgehen? Er pflanzt Baumreihen (einschl. Hochstamm-Obstbäume) in seine Getreidefelder und Wiesen. Ein Schritt in Richtung angewandter Agrarökologie mittels Agroforst, der bereits Vorteile zeigt, obwohl die Bäume noch nicht ausgewachsen sind. 


Die Bodenfruchtbarkeit nimmt zu 
In Abkehr von den vorherrschenden Monokulturen pflanzt der Landwirt Hunderte Bäume und Sträucher auf vielen Hektaren. 
"Ich wollte anders produzieren, als es in der konventionellen Landwirtschaft gemacht wird" erklärt er.

Der Baumbestand zwischen den Kulturen beeinflusst die Bodenstruktur: Der Baum bearbeitet mit seinen Wurzeln den Boden tief, bringt Nährstoffe hoch und verbessert so die Bodenfruchtbarkeit. Das Laub sorgt im Herbst für organischen Dünger, in der Vegetationsperiode spenden die Gehölze Schatten und verhindern in Trocken-oder Hitzeperioden zu schnelles Austrocknen. 
Durch die Gehölze wird die Bodenerosion verringert/ verhindert und atmosphärischen Kohlenstoff gebunden.

Ausgerichtet sind die Baum- und Strauchreihen in Abständen von ca. 24 m von Süd nach Nord um die Gesamtsonne zu nutzen. 

Die benötigten Jungbäume nimmt der Landwirt aus seinem eigenen, nahe gelegenen Wald. "Der Vorteil gegenüber einem gekauften Baum ist, dass er im gleichen Boden bleibt, er wechselt nicht das Substrat. Ich habe mehr Ausfälle mit Bäumen aus anderen Bereichen gehabt."

Die besten Erfahrungen hat der Landwirt mit Hainbuche, Ahorn, Buche und Obstbäumen. Die Gehölze pflanzt er im Abstand von drei bis fünf Metern und macht einen Erziehungsschnitt, der das Höhenwachstum fördert und das Breitenwachstum begrenzt.

 

Bilanz nach sieben Jahren Agroforstwirtschaft

"Natürlich reduziert der Pflanzstreifen den Gesamtertrag, aber ich erhalte ein Nebeneinkommen durch das geschnittene Holz (auf lange Sicht), das Futter oder die Früchte. "Ganz zu schweigen von den direkten Auswirkungen der Bäume auf die Bodenfruchtbarkeit."

Doch besagter Landwirt pflanzt nicht nur Bäume, auch Hecken spriessen wieder auf seinen Feldern. Zusätzlich zu den Baumreihen pflanzt er Hecken, um tierische Nützlinge anzulocken. Die Sträucher reichern den Boden ebenfalls mit Mulch an, die Heckenpflanzen beschatten im Sommer und erhöhen die Nährstoffverfügbarkeit im Boden.

Die Fruchtfolgen werden v.A. mit Luzerne durchgeführt, einer Gründüngung, deren tiefe Wurzeln den Boden durchlüften, und die nur teilweise gemäht wird, damit sie aussamen kann. Die Versuche sind überzeugend und die Pflanzungen auf den südlichen Höhen Brinckheim's von Weitem sichtbar.

Bisher haben nur wenige Landwirte den Schritt gewagt, Kulturen wie Mais oder Weizen mit Gehölzen zu mischen oder ihre Wiesen nicht vollflächig zu mähen.

"Aber Agroforstwirtschaft und Agrarökologie sind Ansätze, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen", bemerkt Jacques Detemple vom Verein Haies Vives d'Alsace, der sich für die Wiederanpflanzung von Bäumen einsetzt und viele Betriebe begleitet, die sich diesen neuen Praktiken öffnen. 

Für Julien Scharcht, Präsident von Opaba (Berufsverband des ökologischen Landbaus im Elsass), scheint es bei der Logik des ökologischen Landbaus naheliegend zu sein, Hecken oder Bäume auf die Felder zu setzen. Opaba hat dazu ein Netzwerk von Pilotfarmen in's Leben gerufen, um die Auswirkungen der Artenvielfalt zu untersuchen.
 


Link zum ganzen Artikel in L'Alsace https://www.lalsace.fr/environnement/2021/03/16/grand-format-ici-on-agit-brinckheim-walbourg-l-agroforesterie-remet-l-arbre-au-coeur-de-l-agriculture?fbclid=IwAR2_s4WsTkPw3WvESCeKRvT8602Thcn6goi_m7awHedSv3uIn_NwvHhUGtY

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Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut

Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878

 

Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur

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