Lange und extreme Hitzeperioden und ausbleibender Regen stellen für Wildtiere zunehmend eine Bedrohung dar. Gerade in Siedlungen, Gärten und auf Balkonen fehlen oft natürliche Wasserstellen. Pfützen verschwinden schnell, kleine Tümpel trocknen aus und auch offene Bodenstellen mit Feuchtigkeit werden seltener.
Für viele Tiere wird Wasser dann zur knappen Ressource. Vögel, Fledermäuse, Igel, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten brauchen Wasser nicht nur zum Trinken.
Vögel baden darin und pflegen ihr Gefieder, Insekten nehmen Feuchtigkeit auf, und kleine Säugetiere wie Igel, Mäuse und andere Kleinsäuger sind in warmen Nächten auf erreichbare Wasserquellen angewiesen.
Schon eine einfache Wasserschale kann deshalb eine grosse Hilfe sein.
In heissen Sommerwochen finden Tiere in dicht bebauten Gebieten aber auch auf Dörfern und in Neubausiedlungen oft kaum noch Wasser. Versiegelte Flächen, kurz gemähte Rasen und fehlende Kleingewässer verschärfen die Situation zusätzlich. Besonders kleine Tiere haben keinen großen Aktionsradius und sind darauf angewiesen, in ihrer direkten Umgebung Wasser zu finden.
Eine flache, gut erreichbare Tränke kann hier viel bewirken. Sie hilft Vögeln beim Trinken und Baden, unterstützt Igel auf ihren nächtlichen Streifzügen und bietet auch Insekten eine wichtige Wasserquelle.
Für eine Tiertränke braucht es keine besondere Ausrüstung. Ein flacher Teller, ein Blumentopf-Untersetzer oder eine niedrige Schale reichen völlig aus. Wichtig ist, dass die Ränder nicht zu hoch sind und kleine Tiere gut an das Wasser gelangen.
Für Bienen, Hummeln und andere Insekten sollten Steine, Moosstücke oder kleine Äste in die Schale gelegt werden. Sie dienen als Landeplätze und verhindern, dass die Tiere ins Wasser fallen und ertrinken.
Das Wasser sollte möglichst täglich erneuert werden, bei grosser Hitze auch öfter.
Am besten steht die Tränke an einem halbschattigen oder schattigen Platz. So bleibt das Wasser länger kühl und verdunstet nicht so schnell. Für Vögel ist ein übersichtlicher Standort wichtig, damit sie Katzen rechtzeitig bemerken können. Gleichzeitig sollten in der Nähe Sträucher oder andere Versteckmöglichkeiten vorhanden sein, in die sie sich bei Gefahr zurückziehen können.
Igel profitieren von bodennahen Schalen, die nicht kippen und leicht erreichbar sind.
Damit die Wasserstelle nicht zur Krankheitsquelle wird, sollte sie regelmässig gereinigt werden. Am besten spült man die Schale mit heissem Wasser aus. Reinigungsmittel sind nicht nötig und können Tieren schaden.
Altes Wasser, Algen oder Vogelkot sollten entfernt werden, bevor frisches Wasser eingefüllt wird.
Eine Wasserschale im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank ist schnell aufgestellt. Für uns ist es nur ein kleiner Handgriff, für viele Wildtiere kann sie in trockenen Zeiten aber entscheidend sein.
Gleichzeitig entsteht eine schöne Gelegenheit, Vögel, Insekten und andere Gartenbesucher aus der Nähe zu beobachten – ohne sie zu stören.
Jasmin Horrelt
Dipl.Ing. Landespflege (FH)
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878
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Ingénieure diplômée
Architecte paysagiste
F-68220 Ranspach le Haut
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