Pflanzung und Unterhalt von Kopfweiden & Kopfpappeln

Kopfweiden sind ein altes Kulturgut und sehr selten geworden

Bei Kopfweiden handelt es um regelmässig geschnittene Weiden, die Sorte der Weide kann dabei varrieren. Früher dienten die Weidenäste zum Korbflechten und als Viehfutter im Winter, die Kopfweide ist damit in vielen Regionen ein sehr altes "Kulturgut".

Darüberhinaus sind Kopfweiden sehr markante Landschaftselemente und lange Reihen aus Kopfweiden sind nicht zu übersehen und wunderschön.


Doch leider ging es im Zuge der Industriealisierung der Landwirtschaft und dem Verlust alter Handwerkstechniken wie dem Korbflechten (franz. vannerie) den Kopfweiden direkt "an den Kragen", leider aber zu weit unten. Das heisst, diese Bäume wurden gefällt oder ausgerissen weil sie im Weg waren für gewinnbringendere Kulturen. Viele sind auch mangels Pflege überaltert und auseinader gebrochen.


Was macht Kopfweiden so wichtig für die Biodiversität?

Kopfweiden stellen zum Einen unter dem ästhetischen Gesichtspunkt ein erhaltenswertes Element der Kulturlandschaft dar. Gleichzeitig bieten sie aber auch Lebensraum für zahlreiche Tierarten, was sie umso erhaltenswerter macht. 
Die Leitart der Tiere, die von Kopfweiden profitieren, dürfte dabei u.a. der vielerorts gefährdete Steinkauz darstellen, dessen Schicksal mit Kopfweiden und alten Hochstammobstbäumen untrennbar verbunden ist.

In alten Kopfweiden entstehen im Kopf, dem verdickten Stammteil, aus dem nach dem Schnitt wieder neue Triebe wachsen, im Laufe der Zeit durch Fäulnis Höhlen. Auch die Stämme werden bei noch älteren Exemplaren hohl. Genau diese Hohlräume sind es, die Höhlenbrüter wie der Steinkauz benötigen. Aber auch Säugetiere wie Haselmäuse und Fledermäuse nutzen diese Höhlen.

Und die Weide selbst ist für viele auf sie spezialiserte Arten ein unverzichtbares Gehölz: ca. 137 Arten Großraupen sind auf ihr zu finden, ca. 90 Käferarten und zur Blütezeit natürlich auch zahlreiche Wildbienenarten.

Kopfweiden sind schützenswert, sie zu erhalten, zu pflegen und neu zu pflanzen ist eine zentrale Aufgabe der Biodiversitätsförderung in der Kulturlandschaft.

Jasmin Horrelt
Dipl.Ing. Landespflege (FH) 

D-79576 Weil am Rhein 
Tel. 0049 7621 770 878
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Ingénieure diplômée 
Architecte paysagiste


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Renaturierung, Biodiversität, Biologische Vielfalt, Artenvielfalt, Artensterben, Artenschutz, Insektenschutz, Naturschutz, Ökologie, Umwelt, Umweltschutz, Biotope, Pflanzenvielfalt, Landschaftsökologie, naturnaher Garten, naturnahe Kindergärten und Schulen, Firmengelände naturnah gestalten, ökologische und insektenfreundliche Firmengelände, Streuobstwiesen, Amphibien, Igelhilfe, Vogelschutz, Trinationales Steinkauzprogramm, u.v.m.  

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