Der Faulbaum (Frangula alnus, auch Rhamnus frangula) ist ein unersetzbares Gehölz, das in naturnahen Hecken und Gärten einen festen Platz verdient. Seine außergewöhnlich lange Blütezeit, die Vielzahl an tierischen Nutzern und seine Robustheit machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil biodiversitätsfördernder Pflanzungen.
Der Faulbaum ist ein wahres "Nahrungsparadies" für die heimische Tierwelt. Mit seiner langen Blütezeit von Mai bis in den Spätsommer bietet dieser Strauch über viele Wochen hinweg eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Besonders Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen, Wespen, Käfer und zahlreiche Schmetterlinge profitieren von seinem Nektar.
Eine ganz besondere Verbindung hat der Zitronenfalter zum Faulbaum: Ohne ihn könnte diese Schmetterlingsart nicht überleben! Die Raupen des Zitronenfalters sowie anderer Falterarten sind auf den Faulbaum spezialisiert – sie fressen ausschließlich seine Blätter und Blüten. Somit spielt der Faulbaum eine entscheidende Rolle im Lebenszyklus dieser farbenprächtigen Schmetterlinge. Auch der Faulbaum-Bläuling nutzt ihn als Raupenpflanze.
Aber nicht nur Insekten lieben den Faulbaum – auch über 30 Vogelarten wissen ihn zu schätzen. Seine zunächst roten, später dunklen Beeren, die im Spätsommer und Herbst reifen, sind eine begehrte Nahrungsquelle für über 30 Vogelarten, darunter:
sowie zahlreiche Grasmücken- und Drosselarten
Auch Haselmäuse und andere Kleinsäuger fressen die Beeren gerne und finden im dichten Strauchwerk Schutz und Deckung.
Mit einer Wuchshöhe von etwa 2 bis 4 Metern ist der Faulbaum ideal für naturnahe Hecken, insbesondere auch Niederhecken. Seine dichte Verzweigung bietet nicht nur Nahrung, sondern auch ideale Brutplätze für Heckenbrüter. Gleichzeitig ist er schnitttolerant, robust und kommt auch mit halbschattigen Standorten gut zurecht. Der Boden sollte jedoch eher frisch bis feucht und humusreich sein – zu trockene Lagen meidet er.
Seinen Namen verdankt der Faulbaum dem leicht fauligen Geruch seiner Rinde, der beim Anritzen entsteht. Trotz dieses wenig schmeichelhaften Merkmals ist er ein echtes Naturjuwel und sollte in keiner ökologisch ausgerichteten Pflanzung fehlen. Seine anspruchslose, schattenverträgliche Natur macht ihn ideal für Hecken, Waldränder und naturnahe Gärten. Wer ihn pflanzt, fördert aktiv die Artenvielfalt.
Blütezeit: Mai–September (lang anhaltend!)
Nährpflanze für: Schwebfliegen, Wildbienen, besonders wichtig für Faulbaum-Bläuling
Früchte für: Vögel wie Mönchsgrasmücke, Drosseln, Rotkehlchen
Lebensraum für: Schmetterlingsraupen (z. B. Zitronenfalter), viele Insekten
Standort: halbschattig bis schattig; frisch bis feucht, humusreicher, saurer Boden
Besonderheiten: halbschattentolerant, giftige Früchte für Menschen – nicht für Vögel
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Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut
Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878
Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur
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