Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine, kompakte Eule mit auffallend gelben Augen, flacher Stirn und einem weisslichen Gesichtsschleier. Mit einer Körperlänge von nur etwa 22–27 cm und ein Gewicht von 150–250 g ist er eine eher kleine Eule.
Sein Gefieder ist bräunlich mit weissen Flecken auf der Oberseite und heller Unterseite. Charakteristisch ist sein aufrechter Sitz und der etwas „grimmige“ Blick. Der Steinkauz ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Steinkäuze ernähren sich überwiegend von Insekten, Regenwürmern und Kleinsäugern und bevorzugen halboffene Landschaften wie Streuobstwiesen, Weiden mit alten Höhlenbäumen oder bäuerlich geprägte Kulturlandschaften.
Bei der Nahrungssuche hat der Steinkauz einen eher kleinen Aktionsraum und jagt sehr nestnah, vorausgesetzt die Umgebung ist geeignet, d.h. strukturreich: also extensiv genutzte Wiesen und Weiden mit Hecken, Streuobstwiesen, Feldgehölze, Stein-und Totholzhaufen.
Sein Aktionsradius zur Jagd beträgt bei optimaler Umgebung lediglich 200–300 m um die Bruthöhle oder deutlich näher im **Umkreis von 50–150 m.
In weniger günstigen Habitaten hingegen oder wenn das Nahrungsangebot knapp ist, können die Beuteflfüge auch bis 500 m oder etwas weiter reichen.
Wenn wir also nachgewiesen Bruten haben und die Umgebung rund ums Nest reich an kurzrasigen Flächen mit Kleinsäugern, Insekten und Regenwürmern ist, ist der langfristige Bruterfolg stark von der Qualität und Pflege dieser Flächen abhängig.
In sehr strukturreicher Landschaft mit guter Habitatqualität und damit einhergehender Nahrungsdichte reicht oft schon eine Fläche von 2-5 Hektar im direkten Umfeld der Bruthöhle aus, um ein Brutpaar samt Jungvögeln zu versorgen. In strukturärmeren Revieren kann der Bedarf 10-15 Hektar Fläche pro Brutpaar betragen.
Die Reviere von Steinkauzpaaren überlappen sich mitunter leicht, aber jedes Paar benötigt ein geschlossenes Jagdrevier rund um den Brutplatz.
Im Dreiländereck ist der Steinkauz in folgenden Gebieten nachgewiesen:
Der Steinkauz ist im gesamten mitteleuropäischen Raum gefährdet, seine Bestände sind stark zurückgegangen. Die Hauptursachen dafür sind:
Verlust von Lebensräumen durch die Intensivierung der Landwirtschaft
Verlust und Rückgang von Streuobstwiesen und alten Obstbäumen (Nistmöglichkeiten)
Einsatz von Pestiziden (weniger Beutetiere)
Verkehrstod (häufige Opfer an Strassen)
Versiegelung alter Gebäude (Verlust alternativer Brutplätze)
In der Schweiz gilt der Steinkauz als stark gefährdet (Rote Liste), in Deutschland steht er unter besonderem Schutz.
Im Dreiländereck wurden in den letzten Jahren diverse Schutzprogramme ins Leben gerufen, z. B.:
Anbringen von Nistkästen in geeigneten Gebieten (Streuobstwiesen, Bauernhöfe)
Förderung extensiver Landwirtschaft, z. B. durch Erhalt von Weideflächen und Verzicht auf Pestizide
Renaturierung von Kulturlandschaften und Pflege alter Obstbäume
Wiederansiedlungsprojekte, v. a. in der Schweiz (z. B. durch die Stiftung Pro Steinkauz)
Öffentlichkeitsarbeit und Bildung, um Akzeptanz und Wissen über die Art zu fördern
In Baden-Württemberg sind die Bestände in den letzten Jahren durch gezielte Schutzmassnahmen leicht steigend oder stabil. Etwa 1000–1500 Brutpaare werden deutschlandweit geschätzt.
Elsass - Frankreich: Schwankende Zahlen, regional aber stabile Bestände, unterstützt durch die Förderung (Erhalt und Neuanlage) von Kleinstrukturen v.a. durch lokale Naturschutzvereine
In der Nordwestschweiz konnten durch Auswilderung und Habitatpflege erste kleine, stabile Populationen aufgebaut werden. 2023 wurden über 20 Brutpaare gezählt – ein grosser Erfolg im Vergleich zum Aussterben in den 1980er-Jahren. Dennoch bleibt die Prognose vorsichtig.
Der Steinkauz ist ein charismatischer und ökologisch wertvoller Bewohner unserer Kulturlandschaft, der im Dreiländereck unter starkem Druck steht, aber dank intensiver Schutzbemühungen wieder Hoffnung schöpfen lässt. Langfristig ist der Erhalt naturnaher, strukturreicher Lebensräume entscheidend für sein Überleben und die Zunahme von Brutpaaren in der Region.
In Kooperation mit BirdLife Schweiz c/o Naturschutz und Artenförderung GmbH Zürich, der lokalen Steinkauzgruppe Sundgau der LPO Alsace sowie den Naturschutzvereinen Caps68 Sierentz und L'Assoce Verte setze ich Hecken- und Hochstammobstbaumpflanzungen/ Neuanlage von Streuobstwiesen und die Anlage von Kleinstrukturen um und berate interessierte Grundstücksbesitzer.
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Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut
Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878
Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur
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