Biodiversity Projects

Steinhaufen & Trockenmauern für Reptilien und Kleinsäuger

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Die einzigartige Bedeutung von Trockenmauern & Lesesteinhaufen für Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger 

Lesesteinhaufen und Trockenmauern sind durch Flächenzusammenlegung und Maschineneinsatz in der Landwirtschaft heute selten geworden. Auch im Siedlungsraum sind kaum mehr Trockenmauern vorhanden, Betonfertigmauern und Metallzäune sind an ihre Stelle getreten.
Als Trockenmauer wird Mauerwerk bezeichnet, das ohne Mörtel erstellt ist, Mit viele Fugen, Ritzen und Hohlräumen.
In ganz Europa war einst das Wissen um das Aufsetzen von Trockenmauern, wie man den rockenmauerbau  auch noch nennt, verbreitet.
Mauern aus lokal vorkommendem Gestein, die Farbe der Landschaft aufnehmend, entstanden über Jahrhunderte durch harte bäuerliche Arbeit und einst charakteristisches Element traditioneller Kulturlandschaften in Europa.



Verschiedene Mauertypen je nach Landschaft und Höhenlage

In den mittleren Höhenlagen und in Flussnähe wurden Steine, die bei der Ackerbearbeitung an die Oberfläche gelangten, an den Feldrändern zu grossen Haufen geschichtet, sog. Lesesteinhaufen.


In Gebirgslagen waren Lesesteinhaufen ebenso verbreitet, Steinwälle dienten auch zur Abgrenzung von Parzellen.  Steinige Hanglagen wurden mit Trockenmauern terrassiert um Kulturland zu gewinnen, alte Weinbergsmauern sind ein typisches Beispiel dafür.

Diese Relikte einer jahrhundertealten landwirtschaftlichen Nutzung sind herausragend in ihrer Bedeutung für Reptilien und andere Kleintiere, ja sogar der Steinkauz nutzt im mediterranen Raum Mauern oder Steinhäufen:
die übereinander geschichteten Steine unterschiedlicher Grösse bieten mit zahlreichen Spalten und Löchern Schlupfwinkel, Eiablageplätze, Raum zum Sonnenbaden und Winterquartiere. 
Steinkäuze halten sich in manchen Regionen gerne tagsüber versteckt in Bodennähe in Steinschüttungen mit ausreichend großen Hohlräumen auf. Auch andere krabbelnde, fliegende, brummende, summende und piepsende tierische Bewohner gehen in natürlichen Trutzburgen aus Stein mit Platz an der Sonne gerne ein und aus.

 

Bruchsteinmauern und Steinhaufen als wichtige Aufwertung für jeden Reptilienlebensraum 

Alle heimischen Reptilienarten werden in von Menschen geschaffenen Kulturlebensräumen angetroffen und Steinhaufen oder Bruchsteinmauern zählen zu den individuenreichsten Reptilienlebensräumen.
Es finden sich dort Reptilien wie Mauereidechsen, Blindschleichen u.a. Nattern besiedeln Bruchsteinmauern oder Lesesteinhaufen in Gewässernähe.
In ihren Landlebensräumen profitieren auch fast alle Amphibienarten von steinigen Kleinstrukturen, etwa die Erdkröte, der Feuersalamander oder der Alpensalamander. Die Geburtshelferkröte besiedelt gerne Trockenmauern oder Lesesteinhaufen in der Nähe von grösseren Teichen.
 
Lesesteinhaufen, Steinwälle, und Trockenmauern werden stark aufgewertet, wenn sie am Rand von mehrjährigen Krautsäumen ergänzt werden, die von allen einheimischen Echsen- und Schlangenarten gerne zum Sonnenbaden aufgesucht werden, weil sie dort Schutz vor Fressfeinden finden.
 
Trockenmauern richtig aufzusetzen, zu pflegen und zu erhalten ist aufwändig, der Nutzen für viele Tier- und Pflanzarten aber riesig. Auch Lesesteinhaufen und Lesesteinwälle bedürfen regelmässiger Pflege, damit sie nicht verbuschen und so für Reptilien an Wert verlieren.

Vor dem Hintergrund, daß in Deutschland alle bzw. in Frankreich immerhin einige Eidechsen-,dafür aber mehr Schlangenarten auf der Roten Liste stehen und/oder streng geschützt sind, leisten die Anlage und Pflege solcher Steinstrukturen einen wichtigen Beitrag zum Reptilienschutz. 
Laut nationer Rote Liste (Stand 2015) sind etwa 40% der Reptilien sowie 60% der Amphibien in Frankreich rückläufig, rund 20% vom Aussterben bedroht. 
 


Nicht nur Reptilien profitieren von steinernen "Trutzburgen", auch Mauswiesel und Co. gehen dort gerne ein und aus

Aufgeschichtete Trockenmauern und Steinhäufen sind sowohl im Garten als auch in der Landschaft wichtige Trittsteine und Biotope und dienen indirekt der biologischen Schädlingsbekämpfung.
Dazu leisten Laufkäfer einen wichtigen Beitrag
. Aus dem sicheren Stein-Unterschlupf gehen sie nachts mit Vorliebe auf Schneckenjagd. Gelagerte Steine sind also wichtige und oft unterschätzte Elemente im Sinne der Biodiversität. Falsch verstandene Sauberkeit hat solche vielfältigen Strukturen fast überall in der Kulturlandschaft verschwinden lassen. 

Ein ganz typischer Bewohner ist auch das Wiesel, Wiesel nutzen Steinhaufen, Trockenmauern und Lesesteinhaufen gerne als Versteck und Rückzugsorte. Sie finden dort sichere Tagesverstecke und Winterquartiere.
Gleichzeitig dienen die Spalten und Hohlräume als Jagdrevier, da sich dort auch Beutetiere des Wiesels, Mäuse, Eidechsen und Insekten, aufhalten.
Somit sind strukturreiche Steinmauern und -haufen auch für Wiesel ein wichtiger Lebensraum in der Kulturlandschaft.
Unter Wiesel sind zusammen gefasst gemeint zum Einen das Hermelin (Mustela erminea), zum Anderen das kleine Wiesel (Mustela nivalis).
Beide Arten sind in Frankreich nicht extrem selten, jedoch in vielen Regionen stark rückläufig und gelten damit insgesamt als bedrohte Arten der Kulturlandschaft.

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naturesolidaire
Jasmin Horrelt
F-68220 Ranspach le Haut

Jasmin Horrelt -Dipl.Ing. Landespflege (FH)
Im Schwarzenbach 6
D-79576 Weil am Rhein
Tel. 0049 7621 770 878

 

Renaturation plays a vital role in fostering biodiversity and counteracting species extinction. By prioritizing species protection, insect protection, and nature conservation, we can create sustainable ecosystems that support plant diversity and landscape ecology. Near-natural gardens, kindergartens, schools, and company premises offer practical solutions for enhancing biotopes and promoting ecological values. Initiatives like orchards, hedgehog help, bird protection, and little owl conservation contribute to the protection of amphibians and other wildlife. These efforts align with environmental protection goals, ensur

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